Sammlungen

Schloss Philippsruhe mit Marktschiff, um 1840

Seit Gründung des Hanauer Geschichtsvereins im Jahre 1844 trugen die Mitglieder reichhaltige Sammlungen zusammen, die die Themenbereiche Archäologie, Alltagsgeschichte, Kunsthandwerk, Gold- und Silberschmiedekunst, Gemälde, Möbel etc. abdecken.

Die Bestände wurden zuerst im "Petit Louvre" am Schlossplatz (altes Regierungsgebäude) und im Altstädter Rathaus präsentiert. Mit der Einrichtung des Deutschen Goldschmiedehauses 1942 zogen sie in das Stadtschloss. Hugo Birkner rettete Teile der Sammlung vor den alliierten Luftangriffen in den Bismarckturm Wilhelmsbad und umliegende Dörfer. Erst 1964 kam es zur Wiedergründung der Museumstradition, jetzt im Schloss Philippsruhe zusammen mit der Stadt Hanau.

Das Historische Museum Hanau basiert auf den Sammlungen des HGV. Höhepunkte der Vereinssammlung sind das Doppelporträt der Brüder Grimm, Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim und dem "Hanauer Tischbein", bedeutende Gold- und Silberschmiedearbeiten etc. Bestände finden sich auch im Museum Schloss Steinheim (Depotfunde Eisenzeit, Kesselstädter Münzschatz), im Museum Großauheim (derzeit in Renovierung; die Abteilungen August und Gaul und August Peukert sind wieder eröffnet!) und im Heimatmuseum Mittelbuchen (bäuerliches Leben, Alltagskultur).