Bemerkenswerte Hanauer Oppenheim-Sammlung - Neuzugänge im Schloss zu sehen

Das 2015 errichtete Denkmal „Moritz und das tanzende Bild“ auf dem Freiheitsplatz wird mittlerweile von der Bürgerschaft, Gästen aus Nah und Fern bestens angenommen. Auch der Hanauer Geschichtsverein freut sich darüber, dass tagtäglich zahlreiche Besucher Fotos von der zweiteiligen Stahlskulptur machen, war er doch in die Entscheidungsfindung pro Entwurf Robert Schad und Pascal Coupot in Jury und Beirat mit seinem Ehrenvorsitzenden Dr. Eckhard Meise einbezogen.
„Um sich über Leben und Werk von Moritz Daniel Oppenheim eingehend zu informieren, bietet sich ein Besuch des Historischen Museums Hanau Schloss Philippsruhe an“, so Museumsdirektorin Dr. Katharina Bechler und Vereinsvorsitzender Michael H. Sprenger. Stadt Hanau und Hanauer Geschichtsverein präsentieren dort gemeinsam ausgewählte Werke des weltweit bekannten jüdischen Malers, der 1799 in der Judengasse, seit 1898 Nordstraße, geboren wurde und 1882 in Frankfurt am Main verstarb.
Seit kurzem werden dort einige Neuzugänge des Geschichtsvereins gezeigt, die aus Privatbesitz und dem Kunsthandel erworben werden konnten: Das Ölgemälde „Der Harfner und Mignon“ nach Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ fertigte  Oppenheim um 1850. Es wurde beim Wechsel im Vereinsvorstand  von Martin Hoppe an Michael H. Sprenger erstmals den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung zusammen mit einem Stahlstich zum gleichen Thema präsentiert. Ebenso gezeigt werden Ankäufe, die der Geschichtsverein tätigte: Farbig gestaltete Blätter, die Oppenheims Darstellungen von Otto IV. und Joseph II. im Kaisersaal des Frankfurter Römers zeigen und ein Porträt Oppenheims, das sein Frankfurter Malerkollege Johannes Eissenhardt von ihm 1853 radierte.
 
Ehrenvorsitzender Dr. E. Meise, Vorsitzender M. Sprenger, Museumsleiterin Dr. K. Bechler und Fachbereichsleiter Kultur M. Hoppe
 
Für die Restaurierung des Ölgemäldes werden Spenden erbeten, damit es in neuem Glanz erstrahlen kann. Interessenten wenden sich bitte vertrauensvoll an hgv@hgv1844.de.
Die Werke Oppenheims werden in der Beletage von Schloss Philippsruhe im „Ludwig Rosenthal-Saal“ gezeigt. Ludwig Rosenthal musste während der NS-Diktatur nach Guatemala auswandern und vermachte dem Hanauer Geschichtsverein nach dem Zweiten Weltkrieg als großherzige Geste der Versöhnung seine qualitätvolle Oppenheim-Sammlung.  Martin Hoppe, Fachbereichsleiter Kultur, Stadtidentität und internationale Beziehungen der Stadt Hanau betont, dass „die Hanauer Oppenheim-Sammlung mit Werken im Eigentum der Stadt und des Geschichtsvereins damit zu den bedeutendsten weltweit zählt“.
Freuen sich über die neuen Hanauer Oppenheim-Werke: HGV-Ehrenvorsitzender Dr. Eckhard Meise, Vorsitzender Michael. H. Sprenger, Museumsdirektorin Dr. Katharina Bechler und Fachbereichsleiter Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen Martin Hoppe.
  

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