Alter Deutscher Friedhof Hanau

Der Alte Deutsche Friedhof liegt an der Nussallee. Er wurde am 19. März 1633 eröffnet und im Juni 1846 mit der Einweihung des Hanauer Hauptfriedhofs geschlossen.

Hier wurden die Bürger der Alt- und Neustadt Hanau begraben, die keine Calvinisten waren. Die Wallonen und Niederländer sind auf dem "Welschen Friedhof" in der Nähe (heute Martin-Luther-Anlage) beerdigt worden. Das Gelände ging 1908 an den Preußischen Staat, der hier das Amts- und Landgericht errichten ließ (Einweihung 1911). Landbaumeister Bode sicherte während der Bauarbeiten die in seinen Augen wichtigsten Kleindenkmäler und stellte sie an einer Mauer entlang des Fischerhüttenweges auf. Die rd. 70 Grabsteine und Grabdeckel sind heute letzte erhaltene Zeugnisse des bürgerlichen Hanaus.

Der Hanauer Geschichtsverein engagiert sich seit Jahren für die Restaurierung der aus Sandstein gearbeiteten Erinnerungsstelen. Das Restaurierungsprojekt wurde 2006 mit Hilfe der Stadt Hanau, der Stiftung der Sparkasse Hanau, der Wolfgang-Arnim-Nagel-Stiftung und vielen privaten Einzelspendern begonnen. Bisher konnte rd. die Hälfte der Grabsteine von Dipl.-Restauratoren Michael Steyer aus Eppstein und Bildhauer Jens Engelhardt aus Hanau-Mittelbuchen fachkundig gesichert werden. 

Aktuell sanierte Grabsteine

Patenschaftsaktion Alter Deutscher Friedhof

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